Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Regierungsbezirke und Landkreise (Stand August 1939)

Marienburg (Regierungsbezirk Westpreußen)

Blick über die Nogat auf das Schloß

Das Wappen der Stadt zeigt auf silbernem Hintergrund eine dreitürmige Burg mit dem silbernen Schild des Hochmeisters auf dem erhöhten Mittelturm und mit dem Deutschordensschild im Burgtor.
 

Marienburg (polnisch Malborg/Malbork, seit 1945 Malbork) Von 1309 bis 1457 Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens; von 1466 bis 1772 Verwaltungssitz der Wojewodschaft Marienburg; von 1772 bis 1816 Stadt in Westpreußen (Kriegs- und Domänenkammer Marienwerder); von 1818 bis 1920 im Bezirk Marienwerder der Prov. Westpreußen; von 1920/1922 bis 1939 Kreisstadt im Reg. Bez. Westpreußen der Prov. Ostpreußen; 1939-45 Kreisstadt im Reg. Bez. Marienwerder im Reichsgau Danzig-Westpreußen; 27318 zu 60% evang. Einwohner im Jahr 1939. Heute: Kreisstadt (Powiat Malborski) in der Wojewodschaft Pomerellen mit 38747 Einwohnern (2005).

 

Den Bau einer Feste auf dem rechten hohen Nogatufer begann 1274 der Landmeister des Deutschen Ordens Konrad v. Thierberg. Sie wurde zu Ehren der Patronin des Ordens, der Hl. Jungfrau Maria, Marienburg benannt und war als Sitz eines Komturs gedacht. Nordflügel mit Kirche, Remter und Kapitelsaal des Hochschlosses sowie die Vorburg waren schon vor 1307 fast vollendet; 1344 wurde der Hauptturm fertig gestellt. Im Laufe des 14. Jh. folgte das Mittelschloss, mit dem Hochmeisterpalais (durch Niclaus Fellenstein 1393 vollendet), so dass der ganze Bau 1398 fertig war. Bereits in der Regierungszeit des Hochmeister Siegfried von Feuchtwangen kam es im Jahr 1309 zur Verlegung des Hochmeistersitzes von Venedig nach Marienburg; seit damals war Marienburg die Hauptstadt des Ordensstaates in Preußen (bis 1457). Im Jahr 1276 wurde südwestlich von der Burg eine Siedlung angelegt, die 1286 die erste Handfeste erhielt. Die zweite, nach kulmischem Recht bekam die Stadt 1304. In der Mitte des 14. Jh. entstand die Marienburger Neustadt, bis 1365 die schönen Häuser mit Lauben auf dem alten Markt und 1380 das gotische Rathaus (das älteste im deutschen Osten). In dieser Zeit erlangte Marienburg als Tagungsort der sechs größten preußischen und hanseatischen Städte eine besondere Bedeutung. Nach der verlorenen Schlacht bei Tannenberg (1410) verteidigte der Schwetzer Komtur Heinrich v. Plauen die Burg gegen Polen und Litauer. Nach dem Aufstand des Preußischen Bundes blieb Marienburg (mit Konitz und Stuhm) beim Orden. Im Dreizehnjährigen Krieg wehrte sich die Burg 1454 erneut gegen polnische Angriffe. Ein Jahr später wurde die Marienburg an die Ordenssöldner verpfändet und sie verkauften die Festung dem polnischen König. Als der Hochmeister Ludwig v. Erlichshausen aus Marienburg nach Königsberg flüchtete, zog 1457 König Kasimir IV. von Polen in das Schloss ein. Nach dem 2. Thorner Frieden (1466) gehörte die Stadt zu polnischer Krone und wurde Sitz der Wojewodschaft (bis 1772). Während der Polnisch-Schwedischen Kriege im 17. Jh. war Marienburg 1626-29 und 1655-60 von den Schweden besetzt. Nach der 1. Teilung Polens (1772) kam die Stadt zu Preußen. Die Burg wurde jetzt über lange Zeit als Kaserne und Lagerhaus benutzt und verfiel. Viele Intellektuelle (u.a. Max v. Schenkendorff, Joseph v. Eichendorff) setzten sich im 19. Jh. für die Erhaltung der historischen Anlage ein. Die Wiederherstellungsarbeiten dauerten von 1817 bis 1842 und dann von 1882 bis 1922. Nach dem Bau der Ostbahn (1850-60) kam es zur schnellen Entwicklung Marienburgs. Die Stadt, die 1772 nur 3635 und 1895 bereits 10.738 Einwohner hatte, wuchs bis 1920 auf ca. 20000 Einwohner. Marienburg, die Höhere- und Fachschulen, zwei Krankenhäuser, Zucker-, Malz-, Zigarren-, Lebensmittel- Gummi-, Dach- und Wellenpappenfabriken und ein Sägewerk hatte, war auch Garnisonstadt und ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. Als sowjetische Truppen die Stadt und Burg am 9. März 1945 eingenommen hatten war sie bis zu 50% zerstört.

 

Sehenswertes: die wieder aufgebaute Schlossanlage

 
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