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Hermann Brachert, 1941

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Der Maler Alfred Teichmann
Landschaftsportraits von der Kurischen Nehrung zu Fischland und Darss
vom 09.07.2005 bis 30.09.2005
Beschreibung:
Der Maler Alfred Teichmann

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. Juli 2005

 

Die Wolken ziehen dahin:

Alfred Teichmanns Landschaften im Schloß Ellingen

von Werner Schade

 

Die Landschaft der Kurischen Nehrung hat Alfred Teichmann (1903–1980) mit anderen Augen gesehen als seine Vorgänger. Weniger beiläufig jedenfalls. Zur Vorgeschichte gehören lange Reisen seit 1923 nach Italien, Griechenland, Ägypten, Spanien, Frankreich und Skandinavien. Paris als Stätte vielfältiger künstlerischer Anregungen ist hervorzuheben. Jeder Ort in seiner Eigenart schärfte den Sinn des weitgehend auf sich gestellten Malers. Er konnte sich nur von den Farbstimmungen der Regionen beschenken lassen. Wo sich die Gelegenheit bot, spannte er Leinwände auf, malte Straßen und Hügel mit Ölbäumen, Küstenstreifen, aber auch Bilder von Menschen, die ihm begegneten.

---Erst in den Tagen des späten Studiums in Dresden seit 1929 erreichte ihn der Ruf der Kurischen Nehrung. Abgesehen von Bildern aus Stralsund, dem Ausgang mancher Reisen, hatte er an der Ostseeküste vorher nicht gearbeitet. Nach Nidden kam er in den Jahren 1934 bis 1939 regelmäßig, bald auch gebunden durch seine spätere Frau, deren Familie in Memel wohnte. Er malte Sonnenaufgänge vom Haff, die Ausfahrten der Fischer und die Weiten der Dünen, auch Bildnisse von Fischern. Er beobachtete die Paraden der über den weiten Himmel ziehenden Wolkenarmeen, denen vom schmalen Landgrat her die Züge des Dünensandes, die Säume der Wälder und die niedrigen Häuser antworteten. Er gab Rechenschaft von Verschleierungen, Verdunklungen, einmal gar vom Aufbrechen des Himmels in scharfen Lichtschlitzen bei Beginn des Gewitters. Aber seine großen Landschaften sind frei davon.

 

 

Wegbiegung bei Purwin, 1939

 

Der Expressionismus fand keinen Eingang in die Motivwelten. Keine magische Aufladung, wie sie viele Landschaftsmaler der dreißiger Jahre beherrschte. Was er suchte, ist in Worte kaum zu fassen. In Skizzen wäre nur eine Art von Illustrationen festzuhalten gewesen. Er gewann sein Bild im Zwiegespräch mit der Leinwand und oft erst in größerem Format. Von Jugend an als Stubenmaler herangezogen, war er gewohnt, die Wand in seinen Bildern nicht in Frage zu stellen. Er spürte die Wirkung von Gesimsen und hörte nicht auf, die Rahmen zu den Bildern mit bedacht zu wählen. Im Zuschnitt großer Räume, wie sie die gegenwärtige Ausstellung seiner Arbeiten im Ostpreußen-Zentrum in Ellingen bietet, kommen alle diese Tugenden zur Geltung. Den Gemälden wachsen gleichsam Flügel.

---Das Zusammenspiel der Farben beherrscht die vier Räume im Westflügel des Schloßbaus aus dem achtzehnten Jahrhundert. Neben den Bildern von der Nehrung ist ein Kabinett Gemälden und Radierungen aus Ahrenshoop gewidmet, wohin Teichmann in den Jahren von 1955 bis 1979 gefahren ist, als an Reisen zur Kurischen Nehrung nicht zu denken war. Die Bilder aus Pommern zeigen eine andere Gestalt, eine geringere Weite und andere Farbstimmungen. Im Alterstil tritt die Handschrift des Malers stärker hervor im weichen Zug des Pinsels mit gelegentlichen Schleifen und Schlingen. Es bekommen Winterbilder zuletzt einen Platz im Werk. Die Schritte des Malers greifen nicht mehr so weit aus. Aus der späteren Auflockerung entstehen neue Bildmuster. Doch bleibt von allen Veränderungen unberührt der Vorsatz, dem gegebenen Landstrich gerecht zu werden.

---Alfred Teichmann stand vor der Natur mit dem Gewicht, das er seiner Leinwand früh schon gegeben hatte, wenig beeindruckt von den Stilrichtungen der Zeit. Die Landschaften bildeten den inneren Bezirk seines breit aufgefächerten Schaffens, von dem unter anderem verschiedene baugebundene Arbeiten in Dresden noch erhalten sind.

 

Eröffnung der Ausstellung in Bildern

 

 

Ausstellungskatalog:

Alfred Teichmann

– Landschaftsporträts – Die Ostseelandschaften

von der Kurischen Nehrung zu Fischland und Darss

64 Seiten, farbig, € 20,00

 
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