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10–12 und 13–16 Uhr
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Veranstaltungen

Ein Franke zieht ins Preußenland
die Marienburg und der Deutsche Orden Jahresausstellung mit Monatsveranstaltungen
vom 21.03.2009 bis 29.11.2009
Beschreibung:
Ein Franke zieht ins Preußenland

Weißenburger Tagblatt vom 24. März 2009

 

Ein Franke in Preußen:

Das Kulturzentrum befasst sich mit Siegfried von Feuchtwangen.

 

Ellingen (mef) Siegfried von Feuchtwangen - ein Staatsmann mit Weitblick. Seine Lebensgeschichte, die 700 Jahre zurück liegt, wird in der Ausstellung Ein Franke zieht ins Preußenland beschrieben, die seit dem Wochenende im Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen zu sehen ist.

---Zahlreiche Hintergründe aus der Geschichte des Deutschen Ordens erläuterte Professor Dr. Klaus Militzer in seinem Einführungsvortrag, um das Wirken von Siegfried von Feuchtwangen zu erklären. Militzer war an der Philosophischen Fakultät für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität zu Köln tätig. ---Im Jahr 1298 wird Siegfried von Feuchtwangen als Deutschmeister geführt, in den Geschichtsbüchern wird er in den Jahren 1299 und 1300 als Komtur von Wien bezeichnet, so Militzer. Der Orden befand sich zu dieser Zeit in einem Zustand der inneren Zerstrittenheit, nachdem 1291 mit der Kreuzritterburg Montfort und der Stadt Akkon die letzten Bastionen im Heiligen Land verloren gegangen waren.

---Die Templer und die Johanniter verlegten ihren Sitz nach Zypern, der damals regierende Hochmeister Konrad von Feuchtwangen den Hauptsitz des Deutschen Ordens jedoch nach Venedig, da er für einen neuen Angriff auf die palästinensische Küste die Flotte der Venezier benötigt hätte. Doch nach einem Konflikt mit der Kirche verlor der Orden im Jahre 1303 einen Teil seiner Besitzungen bei Venedig und Neapel. Siegfried von Feuchtwangen wurde daraufhin am 18. Oktober 1303 zum neuen Hochmeister gewählt. ---sWährend sich Siegfried anfangs am Hauptsitz des Ordens in Venedig aufhielt und wegen eines Streites mit seinem Vorgänger nicht viel bewegen konnte, vertraten ihn die Landmeister von Preußen, Konrad von Sack, sowie von Livland, Gottfried von Rogge. Beide trieben den Aufbau des Ordensstaates im Norden voran. Durch die Freundschaft Siegfrieds mit Wenzel II., dem König von Polen und Böhmen, hatte der Ordensstaat keine Feinde im Westen und Süden und freie Verbindung ins Reich.

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Die Marienburg, das Zentrum des gesellschaftlichen

                  Lebens des Deutschen Ordens



Geänderte Lage

1305 stellte der französische König Philipp IV. jedoch die Existenzrechte aller Ritterorden in Frage. Der Kampf gegen die Heiden in Preußen und Livland waren die neuen Ordensziele, die die ständige Anwesenheit des Hochmeisters erforderten. Bereits 1307 wurden erste Vorbereitungen für die Verlegung des Hauptsitzes getroffen. Nach dem Erwerb von Pommerellen und Danzig lag die Marienburg im Zentrum des Ordensterritoriums, die geopolitische Lage des Staates hatte sich verändert.

---Die sofortige Verlegung wurde dann 1309 während eines Generalkapitels in der Ordensburg Marienburg beschlossen. Dort begann Siegfried mit dem Aufbau eines geordneten Staates mit weltlicher Prägung und einer einheitlichen Verwaltung. Viele seiner Pläne konnte Siegfried jedoch nicht mehr verwirklichen, da er bereits am 3. Mai 1311 an den Folgen der »Roten Ruhr« (Dickdarmentzündung) starb. Er wurde in der Kathedralkirche zu Kulmsee beigesetzt.

 

»Von unten zusammenwachsen«

»Wichtig ist, dass Europa von unten zusammenwächst«, erklärte Alexander Küßwetter als Vertreter des Bezirkstagspräsidenten bei der Ausstellungseröffnung. Der Bezirk Mittelfranken unterstütze gerne die Arbeit des Kulturzentrums Ostpreußen. Die Polen und gerade jene in der Partnerregion, der Woiwodschaft Pommern, seien sich ihrer geschichtlichen Verantwortung bewusst. Sie erhalten und renovieren mit der Marienburg ein Bauwerk europäischen Ranges.

---Wolfgang Freyberg, der Direktor des Kulturzentrums, hatte zur Eröffnung der ersten Sonderschau des Jahres zahlreiche Ehrengäste begrüßt, darunter auch die Vorsitzende des Fördervereins des Kulturzentrums Ostpreußen Ellingen e. V., Katharina Fürstin von Wrede, den Leiter der Bezirksverwaltung Bernhard Amend, die mittelfränkische Bezirksheimatpflegerin Dr. Andrea Kluxen sowie den Feuchtwanger Bürgermeister Patrik Ruh. Musikalisch wurde die Vernissage von der Ellinger Deutschordenskapelle unter der Leitung von Philipp Sand umrahmt.

---Zahlreiche Leihgaben aus dem Besitz des Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz Berlin, der Deutschordensschatzkammer Wien, dem Schlossmuseum Marienburg, dem Westpreußischen Landesmuseum in Münster sowie von Privatpersonen bereichern die dreiteilig aufgebaute Ausstellung. Beschrieben werden die Gründung des Ordens und die Kreuzzüge, die Entstehung der jährlich von rund 600000 Personen besuchten Marienburg sowie weitere Facetten zur Geschichte des Deutschen Ordens. Als völlig problemlos bezeichnete Freyberg die Zusammenarbeit an der Basis zwischen Deutschen und Polen.

 

Die Ausstellung Ein Franke zieht ins Preußenland im Kulturzentrum Ostpreußen im Deutschordensschloss Ellingen ist bis 29. November Dienstag bis Sonntag von 10 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr geöffnet (ab Oktober von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr).

 
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