Bernsteinköpfchen "Traut"
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Trakehnen - ein Pferdeparadies
Die Geschichte des Hauptgestüts und der Pferdezucht in Ostpreußen
vom 22.07.2006 bis 04.03.2007
Beschreibung:
Trakehnen - ein Pferdeparadies

Weißenburger Tagblatt vom 29. Juli 2006

Wechselvolle Geschichte Historie des Hauptgestüts Trakehnen wird dargestellt - Ein Geschenk

ELLINGEN (mef) - Zu den »1. Ellinger Trakehner-Tagen« wurde im Kulturzentrum Ostpreußen eine Ausstellung über die Geschichte des Hauptgestüts eröffnet. Dabei wurde ein Modell des Landstallmeisterhauses Trakehnen an das Museum im Deutschordensschloss übergeben. ---»Das Pferd ist in der Kultur das wichtigste Tier für den Menschen.« Diese Aussage machte der Schirmherr der »Trakehner-Tage«, Hans-Peter Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der Nürnberger Versicherungsgruppe und gleichzeitig Präsident des Bayerischen Reit und Fahrverbandes e.V, bei der Eröffnung der Ausstellung »Trakehnen - ein Pferdeparadies« in den Räumen des Kulturzentrums. Vor der Erfindung von Eisenbahn und Auto sei der Mensch auf den immer zuverlässigen Partner Pferd für den Transport von Gütern und Personen angewiesen gewesen. Schmidt drückte seine Freude darüber aus, dass in den Themenausstellungen in Ellingen neben Leuten, Landschaft und Bernstein nun auch dem »Kulturgut Pferd« eine Heimstatt gegeben wird. ---Bereits im Juli 1731, also vor 275 Jahren,unterzeichnete der preußische König Friedrich Wilhelm I. einen Erlass zur Zusammenlegung der ostpreußischen königlichen Stallungen. Jene Maßnahme war Teil der Bemühungen des Königs, die ostpreußische Wirtschaft zu beleben. Das Gestüt fand als »Königliches Stutamt Trakehnen« 1732 seine Heimat nördlich der Rominter Heide im Osten der Provinz. Rund 1000 Pferde zogen damals im Stutamt ein. Unscheinbare Landrasse Die eigentliche Geschichte der Pferderasse begann aber schon viel früher. Die Trakehnerzucht basiert auf den Schweiken, eine kleine unscheinbare Landrasse, die Kreuzritter im 13. Jahrhundert im späteren Ostpreußen vorfanden. Die guten Eigenschaften der Schweiken erkannte der Deutsche Ritterorden um 1400 und fasste die Pferde zur planmäßigen Reinzucht in so genannten Ackergestüten zusammen. Für ein besonders zähes und leistungsfähiges Soldatenpferd wurden die Schweiken dann in Trakehnen mit englischen und arabischen Vollbluthengsten gekreuzt. ---1775 stellte das Gestüt erstmals Hengste für die Landbeschälung zur Verfügung und 1787 führte Oberstallmeister Graf Carl von Lindenau die stilisierte Elchschaufel als Brandzeichen der Trakehner ein. Die doppelte Elchschaufel wurde 1922 als heute noch gültiger Hauptstutbuchbrand Zeichen des Ostpreußischen Züchterverbandes. Ab Beginn des 19. Jahrhunderts wurden nur die besten Pferde im Hauptgestüt behalten, die anderen wurden, als Landbeschäler auf über 500 Beschälstationen verteilt. ---Aus der 1843 gegründeten Trakehner Sportanstalt wurden Pferde zuerst für Hindernisrennen zur Verfügung gestellt. Später gewannen die ostpreußischen Pferde mehrere olympische Medaillen im Militant-Reiten, im Jagdspringen und in der Dressur allein sechs Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin bildeten den Höhepunkt.

Trakehnen - ein Pferdeparadies

Nachbildung als Geschenk: Ein Modell des Landstallmeisterhauses Trakehnen wurde von der Nürnberger Versicherungsgruppe an das Kulturzentrum Ostpreußen übergeben

Mehrmalige Flucht Mehrmals musste das Hauptgestüt Trakehnen in seiner Geschichte flüchten: vor den Truppen Napoleons 1806 ins Baltikum und erneut 1812 in die Nähe von Neustadt in Schlesien. Auch 1914 wurden zu Beginn des Ersten Weltkrieges die Pferde nach Neustadt an der Dosse, nach Graditz, Düren und nach Niederschlesien verbracht. Die Zucht konnte erst 1919 nach der Instandsetzung der Gebäude wieder aufgenommen werden. Die größte Flucht begann mit dem am 17. Oktober 1944 vom Landratsamt Stallupönen angesichts der vor den Toren stehenden russischen Streitkräfte gegebenen Räumungsbefehl. Zu diesem Zeitpunkt gab es 1115 Pferde, darunter 20 Deckhengste und 378 Mutterstuten im Gestüt. Die Menschen Ostpreußens flüchteten und nahmen zehntausende Pferde mit, denn ohne die Pferde wäre eine der tragischsten und härtesten Fluchten der Geschichte nicht möglich gewesen. ---Von insgesamt 26 000 in Ostpreußen eingetragenen Stuten und 800 gekörten Hengsten erreichten knapp 1000 die westlichen Teile Deutschlands. Nur noch 18 in Trakehnen geborene Stuten bildeten 1945 in Deutschland den Grundstock für die Erhaltung der Rasse. Zuchtgestüte sind heute noch in Russland und Polen vorhanden, wobei die in Polen gezüchteten Pferde unter dem Namen »Masurische Pferde« bekannt sind. Das Schloss Trakehnen war immer der Mittelpunkt des Gestüts. Wohnhäuser für Beamte, Ställe, Scheunen und Speicher bildeten die notwendigen baulichen Ergänzungen. 6000 Hektar Land umfasste 1939 das Areal, 1100 Menschen bot Trakehnen Arbeitsplätze. Ein Großteil der heute auf dem so genannten Kaliningrader Gebiet liegenden Gebäude des Gestüts ist zerstört oder schwer beschädigt.

Reitturnier im nächsten Jahr Der Vorstandsvorsitzende der Ostpreußischen Kulturstiftung, Rolf-Dieter Carl, lobte die Ellinger Initiative im Hinblick auf die weiter entwickelte und ausgebaute Dauerausstellung sowie die grenzüberschreitende Forschungsarbeit. Alexander Küßwetter, stellvertretender Bezirktagspräsident Mittelfrankens, ging auf die Pflege der Partnerschaften zwischen den ostpreußischen Gebieten und Mittelfranken ein. Und Katharina Fürstin von Wrede, Vorsitzende des Fördervereins des Kulturzentrum und Leiterin der Gesamtorganisation der »Ellinger Trakehner-Tage«, schloss in ihren Dankesworten nicht aus, dass die Deutschordensstadt ein zweites Zentrum der Trakehner werden könnte. Für das kommende Jahr kündigte sie ein Reitturnier an. ---Abschließend überreichte Dr. Hans Joachim Rauscher, der Vertriebsvorstand der Nürnberger Versicherungsgruppe, zusammen mit Schirmherrn Hans-Peter Schmidt dem Museum eine Nachbildung des Landstallmeisterhauses Trakehnen, das der aus Ganglau im Kreis Allenstein stammende Erich Hantel in mehrmonatiger Arbeit hergestellt hat.

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