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Veranstaltungen

Moderne russische Kunst
Von der Perestrojka bis zum Millennium 2000
vom 18.03.2006 bis 07.05.2006
Beschreibung:
Moderne russische Kunst

Sonderausstellung im Kulturzentrum Ostpreußen Moderne russische Kunst. Die Schau zeigt insgesamt 90 Arbeiten von 24 verschiedenen Künstlern

 

ELLINGEN (mef) - Mit »Moderne russische Kunst - Von der Perestrojka bis zum Millennium 2000« ist die erste Sonderausstellung des Kulturzentrums Ostpreußen in diesem Jahr betitelt. Nach der Laudatio durch CSU-Europaparlamentarier Dr. Ingo Friedrich führte der Moskauer Künstler Georgij Liticevskij durch die Bilderschau.

 

»Zwei Diktaturen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die aufeinander prallten und sich alles unterwarfen und in Krieg, Leid und Zerstörung endeten«, so skizzierte Ingo Friedrich die Ausgangssituation, die sehr stark auf die Kunst einwirkte und nur noch schön anzusehende, in ihrer Darstellung leicht verständliche Werke zuließ. Kunst ist jedoch mehr, und nach der Befreiung aus dem Alptraum im Jahr 1945 entwickelte sie sich weiter, führte der Vizepräsident des Europäischen Parlaments aus. Dabei eilte sie ihrer Zeit voraus, half aber auch, traumatische Erfahrungen zu überstehen, zu verarbeiten und zu erklären. Kunst muss dem Betrachter erläutert werden, damit sie zum Nachdenken anregt und vom Publikum verstanden werden kann, sagte der Gunzenhausener.

Erst in der Zeit der Perestrojka konnte damit wieder ein Instrument der Freiheit gewonnen werden. Bei all den in dieser Zeit auftretenden Problemen im politischen und ökonomischen Bereich sowie der, beginnenden Freiheit der Medien konnte die zeitgenössische Kunst den größten Erfolg für sich verbuchen. Allerdings, so Liticevskij, könne die russische Kunstszene in ihrer Vielfalt, nicht mit der deutschen verglichen werden, in der Metropole Moskau gäbe es vergleichsweise weit weniger Künstler und Galerien als in der zehnmal kleineren Stadt Nürnberg.

 

»Moderne Kunst kann nur mit moderner Musik verbunden werden«, hatte der Direktor des Kulturzentrums Ostpreußen, Wolfgang Freyberg, bei seiner Begrüßung betont und besonders den aus Lettland stammenden und in Nürnberg lebenden Pauls Andersons erwähnt, der die Vernissage mit Liedern wie Hexentanz oder Tanz auf dem zerbrochenen Spiegel von Eckhard Kopetzki auf seinem Marimbaphon begleitetete.

 

 

Nikita Alekseev Denis Fonvizin, 1995, Aquarell, Tusche auf Karton, 56×36 cm

 

 

Vladimir Jankilevskij Ohne Titel, 1999, Öl auf Leinwand, 73×92 cm

 

90 Arbeiten von 24 verschiedenen Künstlern enthält die Ausstellung, die an die Ausstellung »Künstler aus Königsberg« anknüpft, die vor 14 Jahren im Kulturzentrum in Ellingen zu sehen war. Die neue Kunstschau kam Freyberg zufolge nur dank der Unterstützung von Friedrich Bauer und Ingrid Minnameier von der Weißenburger Silbermühle in dieser Form zu Stande. Weitere Anteile hatten die Kunsthistorikerin Olga Lyscova aus Moskau sowie der für die örtliche Gestaltung verantwortliche Bernhard Denga. Die in vier Hauptgruppen eingeteilte Ausstellung zeigt Werke der Moskauer Konzeptualisten, der Gruppe Medizinische Hermeneutik, der Nachfolger der klassischen russischen Avantgarde und der Gruppe Furmannyj Pereulok. Die Gemälde sind in Acryl auf Leinwand, in Aquarelltechnik, als Tuschezeichnung, als Ölkomposition auf Sackleinen und in Siebdruck ausgeführt.

---Die Konzeptualisten existierten schon seit dem Ende der 60er Jahre im sowjetischen Untergrund, die Künstler arbeiteten »für die Schublade« oder illustrierten die weniger zensierten Kinderbücher. Die Werke sind Reflexionen der Fantasiewelt mit Ironie und Groteske und zeigen die Realität, Szenen aus dem Leben der jungen Pioniere und des kleinen Mannes.

---Die Künstlergruppe Medizinische Hermeneutik ist inhaltlich und stilistisch eng mit dem Konzeptualismus verbunden. Bei der so genannten »Schizoanalyse« ist der Künstler gleichzeitig Arzt und Patient, die Kompositionen sind oft auf den ersten Blick unlogisch, absichtlich langweilig und trivial. Die Bildquellen sind Träume, Visionen und Halluzinationen.

---Die Werke der Nachfolger der klassischen russischen Avantgarde sind oftmals Neuinterpretationen, dargestellt an Landschaften und russischen Dörfern. Nach der philosophischen Bedeutung »Das Leben ist ein großes Spiel« kommt in den Gemälden auch immer wieder das Thema Kartenspiel vor.

---Furmannyj Pereulok ist ein Freundeskreis von Künstlern, die ein gemeinsames Atelier in der Fuhrmannsgasse hatten. Ihre Werke sind von der klassischen russischen Literatur beeinflusst, die Groteske, das Spielerische sowie Kitschelemente sind neben grellen Farben und viel Ornamentik für diesen Kreis typisch.

 

Die Ausstellung ist bis 7. Mai täglich außer Montag von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 16.00 Uhr, ab dem 1. April von 10.00 bis 12.00 und von 13.00 bis 17.00 Uhr im Deutschordensschloss in Ellingen zu sehen.

 

Eröffnung der Ausstellung am 18.März 2006

 

 

Die Publikation zur Ausstellung: Moderne russische Kunst Von der Perestrojka bis zum Millennium 2000 58 Seiten, farbig, € 5,00

 
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