Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Juni 2017

Hermann Brachert - 45. Todestag


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Historische Kalenderblätter

Alexander Kolde - 135. Geburtstag

 

 März 2013

 



 

Alexander Kolde wurde am 2. März 1886 als Sohn eines Seifensiedermeisters in Neuhaldensleben bei Magdeburg geboren. Zusammen mit seinen Eltern und den sechs Geschwistern siedelte er siebenjährig nach Rastenburg in Ostpreußen über. 1906 begann er seine Ausbildung als Kunstmaler an der Akademie in Berlin. In den folgenden Jahren besuchte er die Kunstakademien in München und Königsberg. Abschließend absolvierte er 1913 einige Wochen im Schüleratelier von Lovis Corinth in Berlin, wo er sich danach auch niederließ. Für seine künstlerische Tätigkeit blieb ihm dort nur wenig Zeit, da er ab 1914 im 1. Weltkrieg an der Front diente. Nach zweimaliger Verwundung wurde er 1918 als Unteroffizier mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse verabschiedet und ließ sich in Königsberg nieder. Dort war er als freischaffender Künstler tätig und sowohl Sprecher als auch Vertrauensmann der aus dem Feld heimgekehrten Schüler der Akademie. Noch im gleichen Jahr gründete er die Künstlervereinigung „Der Ring“ und übernahm die Leitung des Interessenverbands von Künstlern, der unter anderem gemeinsame Ausstellungen realisierte. niederlassen

 

 

1920 heiratete er Helene Weber. Aus der Ehe mit ihr gingen die drei gemeinsamen Töchter Berta, Katharina und Dorothea hervor. Alexander Kolde gehörte mittlerweile zu den angesehensten Künstlern in Ostpreußen. Während dieser Zeit hat er zwei lithographische Zyklen geschaffen, die als Mappenwerke im Ringverlag Königsberg in begrenzter Zahl aufgelegt wurden. Der erste Zyklus „Wandernder Christus“ besteht aus 12 kolorierten lithographischen Blättern und der zweite Zyklus „Und der Cherub steht vor Gott“ aus 20 unkolorierten lithographischen Blättern. Von beiden Mappenwerken existiert heute jeweils nur noch ein Exemplar. Diese beiden expressionistischen graphischen Werke sind nicht nur für die Schaffensperiode des Künstlers von besonderer Bedeutung, sondern sie stellen auch einen wichtigen Beitrag zur europäischen Kunst dar. Zum 100. Geburtstag des Malers im Jahr 1986 wurden sie erstmals im Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen ausgestellt.

 

 

 

 

Sonne über dem Meer, Öl, nach 1945

 

 

Mitte der 1930er Jahre, in der aufkommenden nationalsozialistischen Zeit, begann sein Stern zu sinken. So wurde eine große Ausstellung im Kunstsalon Teichert in Königsberg anlässlich seines 50. Geburtstags einen Tag vor der Eröffnung verboten, da Koldes Bilder nicht der nationalsozialistischen Kunstauffassung entsprachen. Er erhielt nie ein offizielles Malverbot, es wurde ihm aber in Königsberg erschwert, seiner künstlerischen Tätigkeit nachzugehen und seine Werke auszustellen. Daher siedelte er 1940 nach Graudenz über, wo es ihm möglich war zweimal im größeren Rahmen im Graudenzer Museum auszustellen. Im Februar 1945 schließlich floh er von dort über das westpreußische Pierschau, wo seine Tochter Katharina als Lehrerin tätig war, und Vorpommern nach Flensburg.

 

Noch im selben Jahr nahm er seine Tätigkeit als Maler wieder auf. In den 18 Jahren, die ihm noch verblieben, hat er als vertriebener Künstler unter größten Schwierigkeiten ein beachtliches Werk geschaffen. Neben seiner Tätigkeit ab 1954/55 als Lehrer für Kopf- und Aktzeichnen an der Volkshochschule Flensburg, stellte er bis zu seinem Tod an seinem 77. Geburtstag im Jahr 1963 unter anderem in Schleswig, Lippstadt, Düsseldorf, Kiel, Baden-Baden, Goslar, Bonn, Bremen Hildesheim und Recklinghausen aus. Zuletzt zeigte das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneberg im Jahr 2010 in der Sonderausstellung „Sinfonie der Farben – der ostpreußische Expressionist Alexander Kolde“ seine Werke.

Weitere Informationen über Alexander Kolde, seine Werke und auch Publikationen über ihn finden Sie unter http://www.alexander-kolde.de/

 

 

 

Reh im Kornfeld, Öl, nach 1945

 

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