Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Historische Kalenderblätter

Johannes Voigt - 235. Geburtstag

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August 2021



Johannes Voigt (* 27. August 1786 zu Bettenhausen, Herzogtum Sachsen-Meiningen; † 23. September 1863 in Königsberg) war ein deutscher Historiker.       
Johannes Voigt, der Begründer der wissenschaftlichen altpreußischen Provinzialgeschichtsforschung, wurde am 27. August 1786 in Bettenhausen bei Meiningen geboren. Als Sohn eines geschickten Dorfchirurgen und Barbiers sollte Johannes Voigt eigentlich den Beruf des Vaters erlernen. Dank verwandtschaftlicher Hilfe kam er jedoch im Jahr 1800 auf das Gymnasium zu Meiningen. Nach Abschluß der Gymnasialausbildung ging er 1806 an die Universität Jena, wo er sich dem Studium der Theologie widmete. Neben theologischen hörte Voigt historische und philologische Vorlesungen. 1808 bestand er sein theologisches Examen, doch nahm er keine Pfarrstelle an, sondern setzte seine Geschichtsstudien in Jena fort und legte 1809 eine philosophische Dissertation über Theokrit vor. Gleich anschließend folgte er einem Ruf als Lehrer am Königlichen Pädagogium der Franckeschen Stiftungen in Halle. Im April 1812 habilitierte er sich dort mit einer biographischen Arbeit über Papst Gregor VII. und wurde 1817 außerordentlicher Professor für historische Hilfswissenschaften in Königsberg. Damit verknüpft war die Leitung des Preußischen Staatsarchivs in Königsberg. 1823 erhielt er eine ordentliche Professur für Mittlere und Neuere Geschichte in Königsberg, nachdem er einen Ruf nach Greifswald abgelehnt hatte. Voigt war mehrfach Prorektor der Universität Königsberg (1830, 1840, 1847/48). 1840 wurde er zum Geheimen Regierungsrat ernannt. Ab 1846 war Voigt korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, ab 1856 der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg und ab 1859 auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
In Königsberg hat Voigt bis zu seinem Lebensende als akademischer Lehrer gewirkt; gleichzeitig war er dort Direktor des Geheimen Archivs. Er hielt Vorlesungen über Universalgeschichte, Geschichte des Mittelalters und der neueren Zeit, Geschichte Preußens und der Kreuzzüge sowie über Diplomatik. Von seiner ursprünglichen Absicht, eine Geschichte der Hohenstaufen zu schreiben, nahm er in Königsberg Abstand. Demgegenüber begann er, sich mit der Geschichte des Deutschen Ordens zu beschäftigen. Im Jahre 1824 legte er seine Geschichte Marienburgs, der Stadt und des Haupthauses des deutschen Ritter-Ordens in Preußen vor. Noch während er mit der Abfassung der Geschichte Marienburgs beschäftigt war, reifte in ihm der Entschluß, eine Geschichte Preussens von den ältesten Zeiten bis zum Untergange der Herrschaft des deutschen Ordens  zu verfassen. Sie erschien in 9 Bänden während der Jahre von 1827 bis 1838.
Körperliche Leiden sowie der Tod dreier Söhne im Säuglingsalter ließen die Abfassung größerer Arbeiten in den folgenden Jahren nicht zu. Daher erschien erst zwischen 1857 und 1859 sein zweibändiges Werk Geschichte des deutschen Ritterordens in seinen 12 Balleien in Deutschland. Johannes Voigt, der seit 1854 als Vertreter der Universität Königsberg Mitglied des preußischen Herrenhauses war, starb am 23. September 1863 in Königsberg. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Altrößgärter Friedhof neben der Kirche.

Werke (Auswahl):
•    Hildebrand als Papst Gregor VII. und sein Zeitalter, 1815
•    Geschichte des Lombardenbundes und seines Kampfes mit Kaiser Friedrich I., 1818
•    Geschichte Marienburgs, der Stadt und des Haupthauses des deutschen Ritter-Ordens in Preußen, 1824
•    Geschichte Preußens, von den ältesten Zeiten bis zum Untergange der Herrschaft des Deutschen Ordens, 9 Bde., 1827 ff.
•    Codex diplomaticus Prussicus. Urkunden-Sammlung zur alten Geschichte Preußens aus dem Königl. Geheimen Archiv zu Königsberg, 6 Bde., 1836-1861
•    Briefwechsel der berühmtesten Gelehrten des Zeitalters der Reformation mit Herzog Albrecht von Preußen, 1841
•    Geschichte des sogenannten Tugend-Bundes oder des sittlich-wissenschaftlichen Vereins. Nach den Original-Akten, 1850
•    Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach, 1852
•    Geschichte des Deutschen Ritter-Ordens in seinen zwölf Balleien in Deutschland, 1859
•    Die Erwerbung der Neumark, Ziel und Erfolg der Brandenburgischen Politik 1402-1457, 1863

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