Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Regierungsbezirke und Landkreise (Stand August 1939)

Elbing (Stadt und Kreis) (Regierungsbezirk Westpreußen)

Blick ber Elbingfluss auf die Altstadt von Elbing mit der St. Marienkirche im Hintergrund

Das Stadtwappen zeigt, auf dem in der Mitte waagerecht geteilten Schild, zwei Kreuze; oben das rote Kreuz auf silbernem Hintergrund und unten das weiße Kreuz auf rotem Hintergrund mit goldenem Netz (Farben der Mutterstadt Lübeck).
 

Elbing (poln.: Elblag) Von 1818 bis 1920 Kreisstadt und Stadtkreis (seit 1873) in Westpreußen; von 1920 bis 1939 Kreisstadt und Stadtkreis im Regierungsbezirk Westpreußen (Provinz Ostpreußen); von 1939 bis 1945 im Reichsgau Danzig - Westpreußen; 85952 Einwohner im Jahr 1939. Heute: Kreisstadt und Stadtkreis in der Wojewodschaft Ermland-Masuren mit ca. 130000 Einwohnern (2007).

 

In der Landschaft Pogesanien, zwischen dem Drausen See und dem Frischen Haff, etwa 7 km vor der Mündung des Flusses Elbing ins Haff, gründete der Landmeister des Deutschen Ordens Hermann Balk auf dem rechten Ufer des Flusses 1237 eine Ordensburg. Die Burg Ilfing (Elvigge), die 1242 zum ersten Mal erwähnt wurde, war Sitz eines Ordenskomturs, seit 1251 des Landmeisters (Haupthaus des Ordens im Preußenland) und seit 1309/1312 des Obersten Spittlers. Nördlich der Burg entwickelte sich die Siedlung der Lübecker Kaufleute Namens Elbinge, die 1246 vom Hochmeister Heinrich von Hohenlohe das Stadtrecht erhielt (lübisches Recht). Bereits 1242 ist zwischen Burg und Stadt das Heilige-Geist-Spital gegründet worden (ab 1291 Hauptspital des Ordens). Seit dem 14. Jh. war die Stadt Mitglied der Hanse. Die günstige Lage machte Elbing zum wichtigsten Seehafen und bis zum Aufstieg Danzigs zum führenden Handelsplatz im Preußenland. 1337 entstand die Elbinger Neustadt. 1440 wurde in Elbing der Preußische Bund gegründet. Beim Aufstand der preußischen Städte gegen den Orden 1454 zerstörten die Elbinger die Ordensburg; die Stadt fiel damals vom Orden ab. 1457 bestätigte der polnische König Kasimir alle städtischen Privilegien Elbings. Nach dem 2. Thorner Frieden 1466 wurde Elbing bis 1772 eine autonome Stadtrepublik unter der Oberhoheit der Polnischen Krone. In dieser Zeit behauptete Elbing seine herausragende wirtschaftliche Stellung, vor allem durch den Handel mit England. Am Anfang des 1. Polnisch-Schwedischen Krieges wurde Elbing von Schweden besetzt (bis 1635). Der schwedische König Gustav II. Adolf, der hier sein Hauptquartier hatte, baute die Stadt zu einer modernen Festung um. Seit 1717 war Elbing Garnisonstadt. Als Elbing 1772 preußisch wurde, verlor sie ihre Selbständigkeit und Bedeutung. Erst in der 1. Hälfte des 19. Jh. erlebte die Stadt erneut eine wirtschaftliche Blütezeit. Mit der Industrialisierung entstanden hier ein moderner Hafen und zahlreiche Industriebetriebe (Schiffswerften, Brauereien, Molkereien, Lokomotiven-, Maschinen-, Landmaschinen-, Metallwaren-, Zigarren-, Möbel-, Chemische-, und Automobilfabriken, usw.). Mit dem Bau von Kunststraßen (Chausseen) und dem Anschluss an die Ostbahnlinie Berlin - Königsberg (1852/57) festigte die Stadt ihre wirtschaftliche Position. Elbing wuchs damals zum zweitgrößten Industriezentrum Ostpreußens. Am Ende des 2. Weltkriegs wurde Elbing durch die Luftangriffe und die seit 23. Januar dauernden Kämpfe um die Stadt bis zu 65% zerstört. Als die Russen am 10. Februar 1945 die Stadt besetzt hatten, brannten sie die noch erhaltenen Gebäude nieder. Die Altstadt wurde zu 95% zerstört.

 

Sehenswertes: die St. Nikolaikirche, eine dreischiffige Hallenkirche aus den 14.-15 Jh. (heute Dom), die spätgotische St. Marienkirche aus dem 14.-15. Jh., das Markttor am Rande der Altstadt

 
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