Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Historische Kalenderblätter

Alfred Partikel - 125. Geburtstag

 

 

Oktober 2013



Alfred Partikel wurde am 7. Oktober 1888 als drittes von sechs Kindern in Goldap geboren. Seine Eltern waren der Amtsgerichtssekretär Adolf Partikel und Anna Partikel geb. Kausch. Alfred besuchte die Volksschule Szittkehmen bis sein Vater in Pillkallen das Oberbürgermeisteramt übernahm und die Familie dorthin übersiedelte. Nach dem Abitur am Gymnasium in Insterburg studierte er an der Königlichen Kunstakademie zu Königsberg.

Im Anschluss an sein Studium ging er als freier Maler nach München und Weimar, kehrte aber schon 1911 nach Pillkallen zurück. Dort beteiligte er sich zum ersten Mal mit seinen Arbeiten an einer Winterausstellung der Berliner Secession. 1912 siedelte er schließlich nach Berlin über, um regelmäßig mit der Secession auszustellen.

Der Ausbruch des 1. Weltkriegs unterbrach seine Tätigkeit als Maler. Er wurde zum Heer einberufen und nahm am Frankreichfeldzug teil. Durch eine Verschüttung erlitt er eine schwere Gehörverletzung, die eine leichte Schwerhörigkeit nach sich zog und ihn sein Leben lang begleiten sollte. Nach dem Krieg kehrte er nach Berlin zurück und nahm wieder an einer Ausstellung der Secession teil. 1921 heiratete er Anna Dorothea Körte, eine Nichte des ehemaligen Königsberger Oberbürgermeisters. Die Familie Körte besaß ein Ferienhaus in Ahrenshoop an der Ostsee, in dem sich Partikel seit der Hochzeit häufig aufhielt. 1925 errichtete er ein eigenes Haus in Ahrenshoop.

 

 

Vor dem roten Haus, Ölgemälde, 1925

 

 

 In den nächsten Jahren folgten Ausstellungen in Dresden, Berlin und Aachen. 1929 gab er seine Wohnung in Berlin auf und zog nach Königsberg. Dort war er als Professor für die Landschaftsklasse an der Kunstakademie tätig. Partikel beteiligte sich aber weiterhin an den Berliner Akademieausstellungen. Zusätzlich nahm er im Jahr 1930 an einer Ausstellung im New Yorker Metropolitan Museum of Art teil. Im September des Jahres siedelte er bis April 1931 nach Rom über, da er dort an der Villa Massimo ein Gaststipendium erhielt. Aufgrund der Schließung der Königsberger Akademie zog er 1932 nach Ahrenshoop, kehrte aber schon ein Jahr später wieder nach Königsberg zurück. Die Akademie war als Staatliches Meisteratelier für Bildende Künste wiedereröffnet worden und er sollte weiterhin als Professor lehren

Es folgten verschiedene Tätigkeiten als Aussteller, beispielsweise in Venedig, Hamburg, Berlin und Mannheim. Seine Werke wurden unter dem NS-Regime als „entartete Kunst“ eingestuft und im Rahmen der Ausstellung „Entartete Kunst“ 1937 in München präsentiert. Zwei Jahre später wurde er zur Wehrmacht einberufen, kurz darauf aber aus gesundheitlichen Gründen wieder entlassen. Daraufhin kehrte Partikel nach Königsberg zurück. 1944 wurde er zum Volkssturm einberufen und östlich bei Königsberg eingesetzt.

Am 30. Januar floh er von Königsberg nach Ahrenshoop, wo er sich bis zu seinem Tod aufhielt. Am 20. Oktober 1945 ging er, wie schon oft zuvor, in den Wald, um Pilze zu sammeln. Er kehrte nie zurück. Sein Verbleib ist bis heute ungeklärt.

 

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