Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Historische Kalenderblätter

Arnold Sommerfeld - 145. Geburtstag

 

 

 

 

Dezember 2013



Arnold Sommerfeld wurde am 5. Dezember 1868 in Königsberg geboren. Seine schulische Ausbildung genoss er am Altstädtischen Gymnasium in Königsberg. Die ehemalige Lateinschule wurde 1811 nach den Reformplänen Wilhelm von Humboldts in ein humanistisches Gymnasium umgewandelt. Als eines der ersten Gymnasien in Königsberg galt das Altstädtische Gymnasium mit seinen humanistischen Bildungsidealen als eine Eliteinstitution. Nach seinem Studium der Mathematik und Physik promovierte Sommerfeld 1891 an der Universität Königsberg. Im Jahr 1893 wurde er Assistent des Mineralogen Theodor Liebisch an der Universität Göttingen. Ein Jahr darauf trat Sommerfeld ebenfalls in Göttingen eine Assistenzstelle bei dem Mathematiker Felix Klein an.

Ab dem Jahr 1897 war Sommerfeld Professor für Mathematik an der Bergakademie Clausthal. Bereits in diesen Jahren machte er sich mit wissenschaftlichen Publikationen einen Namen, u.a. zusammen mit Felix Klein und als Redakteur der Physikbände der „Encyklopädie der Mathematischen Wissenschaften“. Dank der Unterstützung  seines früheren Vorgesetzten und seines „eigentlichen Lehrers“ wie Sommerfeld Felix Klein bezeichnete, hatte er ab 1900 eine Professur für technische Mechanik an der TH Aachen inne. Dabei trat er mit zahlreichen und namhaften Ingenieurswissenschaftlern in einen regen Gedankenaustausch.

Sechs Jahre verblieb Sommerfeld in Aachen, bis er im Jahr 1906 dem Ruf auf den Lehrstuhl für theoretische Physik an der Universität München folgte. Hierbei zeichnete er sich durch einen hohen Anspruch an seine Vorlesungen aus und vertrat bereits 1907 die von Albert Einstein erst zwei Jahre zuvor begründete Spezielle Relativitätstheorie.  Insbesondere seine mathematischen Untersuchungen unterstützten die flächendeckende Anerkennung der Theorie Einsteins. Ähnlich verhielt es sich mit dem quantentheoretischen Atommodell Niels Bohrs. Dank der Unterstützung Sommerfelds und seiner Münchener Schule konnte sich diese neue Theorie sehr schnell durchsetzen. Aufgrund seiner mathematischen Weiterentwicklung wurde sie fortan auch „Bohr-Sommerfeldsche Atomtheorie“ genannt. Die komplexen Zusammenhänge fasste er 1919 in seiner Abhandlung „Atombau und Spektrallinien“ zusammen, welche für viele Generationen von Studenten als Bibel der Atomphysik galt.

 

 

Sein enges wissenschaftliches Verhältnis zu Albert Einstein manifestierte sich in einem regen Briefwechsel zwischen den beiden Physikern. Die unterschiedliche Veranlagung der beiden Wissenschaftler charakterisierte Sommerfeld in einem Brief an Einstein mit dem Satz „Ich kann nur die Technik der Quanten fördern, Sie müssen Ihre Philosophie machen“. Heutzutage ist der Name Einsteins weitaus populärer als der Sommerfelds. Doch ist der Einfluss des letzteren kaum geringer einzuschätzen. 45 Jahre lang hat Arnold Sommerfeld an der Münchener Universität gelehrt und dabei Generationen von theoretischen Physikern ausgebildet, unter ihnen mehrere Nobelpreisträger, wie Peter Debye, Werner Heisenberg und Wolfgang Pauli.  Die sogenannte Sommerfeld-Schule erlangte Weltruhm. Einstein schrieb in einem Brief von 1922: „Was ich an Ihnen besonders bewundere, das ist, daß Sie eine so große Zahl junger Talente wie aus dem Boden gestampft haben. Das ist etwas ganz Einzigartiges. Sie müssen eine Gabe haben, die Geister Ihrer Hörer zu veredeln und zu aktivieren“. Bereits 1909 bringt Einstein in einem Brief seine Bewunderung zum Ausdruck: „Ich begreife es jetzt, daß Ihre Schüler Sie so gern haben! Ein so schönes Verhältnis zwischen Professor und Studenten steht wohl einzig da. Ich will mir Sie ganz zum Vorbild nehmen.“

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten hatte die Blütezeit der theoretischen Physik in Deutschland ein Ende, konnte jedoch dank Sommerfeld und seinem Kreis in abgeschwächter Form weitergeführt werden. Nach Kriegsende unterstützte Sommerfeld den geistigen Wiederaufbau und trieb die Veröffentlichung seiner gesammelten Vorlesungen voran. Bevor er sein Werk zu Ende bringen konnte, verstarb er am 26. April 1951 an den Spätfolgen eines Verkehrsunfalls.

 

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