Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Juni 2017

Hermann Brachert - 45. Todestag


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Historische Kalenderblätter

Erich von Drygalski - 65. Todestag

 

 

 

 

Januar 2014



Erich von Drygalski wurde am 9. Februar 1865 in Königsberg geboren. Sein Vater Fridolin war seit 1870 Schuldirektor des Kneiphöfisches Stadtgymnasiums, an dem Erich von Drygalski sein Abitur ablegte. Bereits mit 17 Jahren nahm er ein Studium der Mathematik und Physik an der Königsberger Universität auf, welches er in Bonn weiterführte. Hier traf er seinen späteren Lehrer, den Geographen Ferdinand Freiherr von Richthofen. Aufgrund dieser Begegnung konzentrierte sich Drygalski nunmehr auf die Geographie und folgte seinem Lehrer erst nach Leipzig und dann nach Berlin. Seine Promotion legte er 1887 zum Thema der Eisbedeckung nordischer Regionen ab.

Nachdem er ab 1888 für drei Jahre als Assistent am Geodätischen Institut in Potsdam gearbeitet hatte, wurde ihm von der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin die Leitung über eine Vor- und Hauptexpedition nach Westgrönland übertragen.  Mit den zwei Expeditionen 1891 und 1892/1893 erzielte er wichtige Ergebnisse und etablierte so seinen Namen in der wissenschaftlichen Welt. Seine Habilitation erfolgte 1898 in Berlin. Noch im selben Jahr wurde ihm die Leitung der ersten deutschen Südpolarexpedition anvertraut.

 

 

 

 

Nach langen Vorbereitungen startete das Forschungsschiff „Gauß“, mit zahlreichen Wissenschaftlern an Bord, im Jahr 1901 von Kiel Richtung Süden. Erst im November 1903, nach einer Überwinterung im Eis, sollte Drygalski mit seiner Mannschaft zurückkehren. Ende Februar 1902 entdeckten die Expeditionsteilnehmer zwischen den Eisbergen Land. „(…) als die kurze Nacht an diesem Tage wich, lag das Land vor unseren Augen – ein neues Land. (…) In stiller einsamer Größe lag es da, noch nie geschaut und noch nie betreten, einförmig und so einfach groß. Alles begraben unter Eis; doch daß es Land war, ließen die Formen des Eises zur Gewißheit erkennen.“[1]Auch wenn das Ziel des Kaisers, näher an den Südpol zu gelangen als die Engländer es getan haben, nicht erreicht wurde, waren die wissenschaftlichen Erträge außerordentlich. Weiter ins Innere des Landes vorzustoßen, hätte nach Meinung Drygalskis nur wenig neue wissenschaftliche Erträge gebracht: „Doch was wäre dabei zu erreichen? Vielleicht vier bis fünf Breitengrade mehr und einige meteorologische und magnetische Beobachtungen von Bedeutung, sonst Eis, nichts als Eis, in mühevoller Arbeit, welche die Kräfte der Expedition für lange Zeit festgelegt hätte“[2]. Für Drygalski war die Expedition ein voller Erfolg: „Man darf jedoch sagen, daß die Gauß-Expedition in dem ihr zugefallenen Gebiet alles erreicht hat, was sich in der verfügbaren Zeit erreichen ließ“[3]. Die gesammelten Daten und Ergebnisse füllen eine 20-bändige Publikationsreihe und zwei Atlanten. So beeinflusst Drygalskis Expedition bis heute die Polarforschung. Beispielhaft steht dafür seine Theorie des strömenden Eises, welche noch immer ihre Gültigkeit besitzt.

 

 

 

 

Zuerst lediglich außerordentlicher Professor an der Universität München, wurde Erich von Drygalski 1906 ordentlicher Professor für Erdkunde und Geophysik in der bayerischen Landeshauptstadt. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1935 wirkte und lehrte er an dem von ihm gegründeten Geographischen Institut. Doch konzentrierte sich Drygalski nicht nur auf die Polarforschung, auch länderkundliche und politisch-geographische Fragestellungen gehörten in seinen Forschungsbereich. Hierfür unternahm er zahlreiche Forschungsreisen durch Europa, Asien und Nordamerika. Am 9. Januar 1949 verstarb Erich von Drygalski in München.



[1] Drygalski, Erich von, Bericht über Verlauf und Ergebnisse der Deutschen Südpolar-Expedition, in: Außerordentliche Sitzung zur Begrüßung der Deutschen Südpolar-Expedition im Januar 1904, Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, Bd. 1, S. 26.

[2] Ebd., S. 34.

[3] Ebd., S. 39.

 

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