Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Historische Kalenderblätter

Georg Jakob Steenke - 130. Todestag

 

 

 

 

April 2014



 

Georg Jakob Steenke wurde am 30. Juni 1801 als Sohn eines Handelskaufmanns und Enkel eines Kanallotsens in Königsberg geboren. Die Jugendjahre verbrachte er in Pillau, da sein Vater als Lotsenkommandeur und Mitglied des Kommerz- und Admiralitätskollegiums in die Stadt an der Ostsee berufen wurde. Seit dem 16. Lebensjahr besuchte Steenke das Collegium Fridericianum in Königsberg. Sein Vater verstarb früh, sodass er anstatt eines Jurastudiums eine Zimmermannsausbildung absolvierte. Seine weitere Ausbildungszeit verbrachte er an der Bauakademie in Berlin. Nach einer staatlichen Prüfung wurde Steenke 1822 „Bauconducteur“, bestand 1828 das Examen zum Baumeister und erwarb später den Titel eines königlichen Baurats. Während seiner Ausbildung in Berlin zählte der preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel zu seinen Lehrern.

 

Bereits 1833 betreute er sein erstes Kanalprojekt in Ostpreußen mit dem Bau des Seckenburger Kanals. Auch als Deichinspektor in Elbing setzte sich Steenke mit weiteren Kanalproblemen auseinander.

Das ostpreußische Oberland verfügte über reiche Holzvorkommen. Der Schifftransport zur Ostseeküste dauerte jedoch aufgrund der natürlichen Gegebenheiten über sechs Monate. Um die Transportzeit zu verkürzen, befassten sich bereits seit 1788 mehrere Kommissionen mit der Lösung des Problems. Jedoch ohne Erfolg. Im Jahr 1837 nahm Steenke die Planungen zum Oberländischen Kanal auf. Dabei sah er für den Kanal einen Weg von Osterode nach Elbing bis zum Frischen Haff vor. Die Gesamtlänge sollte einschließlich der Seen 116 km betragen. Ein schwerwiegendes Problem waren die enormen Höhenunterschiede der geplanten Strecke, die eine Vielzahl an Schleusen erfordert hätten. Auf einer Studienreise in die USA hatte er bereits das System der Geneigten Ebenen kennengelernt, mit welchen der Morriskanal bei New York ausgestattet war. Dank der Einzigartigkeit eines solchen Systems in Europa konnte Steenke den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. für die kostspielige Umsetzung gewinnen. Der Höhenunterschied von ca. 100 Metern sollte mit sogenannten Rollbergen überwunden werden. Die Schiffe wurden mit Schienenwagen aus Eisen über die geneigten Ebenen, also über Land, bewegt.

 

Der erste Spatenstich für den Oberländischen Kanal fand am 28. Oktober 1844 statt. Bereits ab 1852 war der Kanal zwischen Deutsch Eylau und Elbing für den Verkehr mit den, speziell für den Oberländischen Kanal konstruierten Holzkähnen, den Oberländern, freigegeben.  Acht Jahre später, im Jahr 1860, war der Kanal auch zwischen Liebemühl und Osterode eröffnet. Auf dem Kanal mussten die Holzkähne fünf geneigte Ebenen in Buchwalde, Kanthen, Schönfeld, Hirschfeld und Kussfeld passieren. Mit dem Oberländischen Kanal verkürzten sich die Transportzeiten enorm und dank der ansprechenden Landschaft und der technischen Errungenschaften avancierte der Kanal recht schnell zu einem beliebten Ausflugsziel. Seine Einmaligkeit in Europa wurde mit der Auszeichnung als technisches Denkmal 1978 unterstrichen.

 

Auf der Titelseite des Kalenderblatts ist das Denkmal abgebildet, welches heute am Oberländischen Kanal an Georg Jakob Steenke erinnert. Auf diesem steht geschrieben: "Dem Erbauer des Oberländischen Canals und der geneigten Ebenen, dem königl. Baurath Steenke, zum fünfzigjährigen Dienstjubiläum, dem 15. Juli 1872, in dauernder Anerkennung. Die dankbaren Landwirthe." Wegen eines körperlichen Leidens trat Georg Jakob Steenke 1875 in den Ruhestand. Am 22. April 1884 verstarb er in Elbing.

 

Blick vom Unterwasser auf die Ebene

 

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