Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Historische Kalenderblätter

Hansgeorg Buchholtz - 115. Geburtstag

 

 

 

 

 

 

 

Juni 2014



Hansgeorg Buchholtz wurde am 25. Juni 1899 in Mülhausen (Elsaß) geboren. Die Kindheit verbrachte er in verschiedenen süddeutschen Städten, wo sein Vater als angesehener Generalmajor langezeit stationiert war. Nach dem Abschluss des Abiturs an einer Oberrealschule in Braunschweig und dem Einsatz im Ersten Weltkrieg nahm er ein philologisches Studium auf, welches ihn über Freiburg (Breisgau) und Berlin bis nach Königsberg führte. Der Liebe zu Ostpreußen wegen, ließ er sich nach dem Studium als Pädagoge in Masuren nieder.

 

 

 

                                           

      In dem 1962 erschienen Buch spricht Buch-          Der Roman katapultiert den Leser an die     

      holtz sich für eine Annäherung zwischen                  Kurische Nehrung, deren Reize Buchholtz

      deutschen und polnischen Jugendlichen aus.          anschaulich beschreibt. Landschaftsmotive

                                                                                          standen in seinen Werken oft im Mittelpunkt.

                                  

 

 

Ab 1926 arbeitete Buchholtz zunächst als Mittelschullehrer in Nikolaiken und Sensburg sowie als Rektor in Gilgenburg (1928) und Lötzen (1933). Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er im Dienstgrad eines Hauptmannes in die Wehrmacht eingezogen und nach Polen und Frankreich versetzt. Erst der Verlust des Bruders ermöglichte es ihm 1941 in seine alte ostpreußische Heimat zurückzukehren, wo er bis kurz vor Kriegsende lebte. Im Frühjahr 1945 gelang ihm schließlich die Flucht aus dem umkämpften Ostpreußen in den Westen, wo er bis zu seiner Pensionierung (1958) als Schulrat in Bremervörde sowie als Publizist bei der Presse und im Rundfunk weiterarbeitete. Die Lehrertätigkeit bereitete ihm dabei stets die größte Freude. »Lehrer sein ist mehr als ein Beruf«, schrieb er einst und brachte damit nicht zuletzt die persönliche Verpflichtung zum Ausdruck, die Annäherung zwischen Deutschen und Polen zu fördern. Buchholtz ging darauf besonders in seinem 1962 erschienen Roman: »Fremder, bist du mein Bruder?« ein, die von einer Reise eines Jungen nach Ostpreußen erzählt. Der Autor appelliert, vor der reizvollen landschaftlichen Kulisse der Masurischen Seenplatte, an die Notwendigkeit einer Versöhnung zwischen Deutschen und Polen. Renommierte Verlage, wie Gräfe und Unzer in Königsberg oder Paul List in Leipzig, druckten seine Werke, die so lebensnah sowohl die Menschen als auch die ostpreußische Natur bis heute beschreiben. Sein Mitwirken an den Bildbänden »Zwischen Haff und Meer« (1930er Jahre) sowie »Zwischen Weichsel und Memel  ̶  Ostpreußen« (1934) brachten ihm ein großes Publikum. Oftmals gelang es dem Autor dabei, der ostpreußischen Natur mit Hilfe von literarischen Metaphern eine hohe atmosphärische Dichte zu verleihen. Gerade dadurch zeichnen sich seine Romane und Dichtungen bis heute aus.

 

Im Laufe seines schriftstellerischen Schaffens erhielt Hansgeorg Buchholtz zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem den Lyrikpreis des Brentano-Verlages (1955), den Kulturpreis für Literatur der Landsmannschaft Ostpreußen (1959) und den Jugendbuchpreis der Künstlergilde Esslingen (1961). Darüber hinaus war er Mitglied des Eutiner Kreises und des Westdeutschen Autorenverbandes sowie Ehrenmitglied des Verbandes Saarländischer Autoren. Obwohl nicht in Ostpreußen geboren, blieb er dennoch bis zuletzt eng mit seiner »Wahlheimat« verbunden: »Meine Familie stammt aus Ostdeutschland. In der Mark, in Pommern, im Memelgebiet saßen die Vorfahren«. Hansgeorg Buchholtz verstarb, nur wenige Monate vor seinem 80. Geburtstag, am 22. April 1979 im holsteinischen Uetersen.

 

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