Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Historische Kalenderblätter

Joachim von Reichel - 65. Todestag

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November 2019

 

 



*21.09.1892 in Königsberg i. Pr.        03.11.1954 in Meran

 

Joachim von Reichel, alias Joachim von Kürenberg, wurde am 21. September 1892 in Königsberg in Pr. geboren. Seine Vorfahren kamen als Salzburger Exulanten im 18. Jahrhundert nach Ostpreußen. Im Jahre 1861 wurde die Familie in den Adelsstand erhoben. Der Vater, Horst von Reichel, war Rittmeister der preußischen Kavallerie. Joachim von Reichel besuchte das Altstädtische Gymnasium zu Königsberg und, nach Versetzung des Vaters, das Gymnasium in Rathenow. Er studierte zunächst Kunstgeschichte an den Universitäten in Königsberg, Berlin und Heidelberg, wechselte aber zum Militär und schlug eine Offizierslaufbahn ein.

 

Er wurde Offizier im Regiment der Gardes du Corps und trat während des Ersten Weltkrieges in den diplomatischen Dienst ein. In Bukarest, Istanbul, Rom und Wien diente er als Militär-Attaché. Aus dieser Zeit stammen seine ersten schriftstellerischen Veröffentlichungen. Unter dem Titel  „Balkanerlebnisse eines deutschen Geheimkuriers“  von  1917 berichtet er über seine Erfahrungen im diplomatischen Dienst.

 

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wirkte er als Dramaturg in Bremen, Düsseldorf und Wien und betätigte sich ab 1930 als freier Schriftsteller. Fortan veröffentlichte er ausschließlich unter dem Pseudonym „Joachim von Kürenberg“. Große Erfolge erzielte Joachim von Reichel mit romanhaft verfassten Biographien bedeutender Persönlichkeiten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ab 1932 erschienen mehrere Werke in rascher Folge, die ihm deutschland- und europaweite Popularität einbrachte. Mehrere seiner Biographien wurden zu Hörspielen verarbeitet und ins Englische, Französische, Italienische, Finnische, Schwedische, Spanische, Ungarische und Japanische übersetzt.

 

In der Zeit des Nationalsozialismus waren von Reichels Werke verboten. Im Jahr 1935 emigrierte er in die Schweiz. Auf einer Reise in Italien wurde er verhaftet und von 1943 bis 1945 in der Festung Landsberg inhaftiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zog er nach Hamburg. Er starb am 3. November 1954 in Meran.

 

Im Laufe seines Lebens erhielt von Reichel viele Ehrungen für sein schriftstellerisches Wirken. 1937 erhielt er die  goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft (Medaille bene merenti, gestiftet vom rumänischen Fürst Carol I.). Die „Accademia nazionale dei Lincei“ in Rom und die Kunstakademie in Bukarest ernannten ihn zum Ehrenmitglied.

 

 

Werke (Auswahl):

Balkanerlebnisse eines deutschen Geheimkuriers, 1917

Essays, 1925

Mord in Tirol, 1930

Der Maulwurf, 1931

Holstein, die Graue Eminenz, 1932

Rußlands Weg nach Tannenberg, 1934

Menzel, die kleine Exzellenz, 1934

Krupp. Kampf um Stahl – Aufstieg der Familie Krupp, 1935

Johanna von Bismarck, 1935

War alles falsch? – Das Leben Kaiser Wilhelms II. , 1940

Katharina Schratt – Die Freundin Kaiser Franz Josephs, 1941

Die Kaiserin von Indien, 1946

Heinrich von Kleist, 1948

Geld spielt keine Rolle, 1949

Voltaire, 1951

Rumänische Tragödie – Carol und die Lupescu, 1952

Nacht der Unsterblichkeit, 1953

 

 

 

 

 


Abbildungen: Bildarchiv Kulturzentrum Ostpreußen

Die Rechte zur Nutzung der Abbildungen mit dem Text obliegen dem Kulturzentrum Ostpreußen.

 

 


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