Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

Historisches
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März 2021

Fanny Mathilde Auguste Lewald - 210. Geburtstag


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Historische Kalenderblätter

Abraham Calovius - 335. Todestag

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Februar 2021



* 16.4.1612 in Mohrungen   †   25.2.1686 in Wittenberg




Abraham Calovius (Kalau) war deutscher Mathematiker, Philosoph, Theologe und einer der bekanntesten Vertreter der lutherischen Orthodoxie.    

Abraham Calovius wurde am 16.4.1612 in Mohrungen als Sohn des Amtsschreibers Peter Calovius und dessen Frau Catharina, Tochter des Bürgermeisters Daniel Spieß, geboren. Er besuchte die Mohrungsche Stadtschule, das Gymnasium in Thorn (seit 1624), die Altstädtische Schule in Königsberg (seit 1625) und erneut die Schule in Mohrungen.  
Mit einem kurfürstlich-brandenburgischen Stipendium kam er 1626 an die Uni Königsberg (Albertina). 1632 wurde er zum Magister der Philosophie und begann Theologie zu studieren. Schnell entwickelte er sich zu einem streitbaren Theologen des orthodoxen Luthertums. Durch die Unterstützung aus adligen Kreisen konnte er sein Theologiestudium mit einem zweiten Stipendium fortsetzen. Über Danzig und Lübeck erreichte er 1634 Rostock, wo er an der Universität eine Beschäftigung fand. Drei Jahre lang hielt er Vorlesungen zur Philosophie und Theologie, schrieb Schriften und hielt Disputationen ab. 1637 promovierte er in Rostock zum Doktor der Theologie und kehrte nach Königsberg zurück, wo er Adjunkt der philosophischen Fakultät wurde. 1640 übernahm er dort eine außerordentliche Professur der Theologie. Er hielt auch Vorlesungen über Mathematik, welche mit dem Titel Encyclopaedia mathematica in Lübeck gedruckt wurden (1652). Einige Zeit war auch Vistitator der Kirchen und Schulen im Samland. Damals erwarb er sich als Polemiker ein großes Ansehen und hatte einen großen Einfluss auf die Philosophie seiner Zeit (als Vertreter der Erkenntnistheorie).
1643 bekam er die Rektorstelle des Akademischen Gymnasiums in Danzig und wurde Prediger an der Trinitatiskirche. In dieser Rolle nahm er an dem Thorner Religionsgespräch teil (1645), wo er gegen den religiösen Synkretismus (Verbindung und Vermischung von Glaubensrichtungen) von Georg Calixtus kämpfte.
Mit Unterstützung des Hofpredigers Jakob Weller folgte Calovius 1650 einem Ruf des Kurfürsten Johann Georg II. von Sachsen nach Wittenberg, wo er zum dritten ordentlichen Professor an der theologischen Fakultät der dortigen Universität und zum Mitglied des Wittenberger Konsistoriums wurde. 1652 bekam er den Pfarrerposten an der Stadtkirche und Johann Georg II. ernannte ihn zum Generalsuperintendenten der Kirche.
Als Lehrer war Calovius sehr erfolgreich und gehörte damals zu den einflussreichsten Professoren der Universität Wittenberg. Er hatte etwa 500 Studenten und selbst der Kurfürst besuchte seine Vorlesungen. Obwohl er neunzehn Mal Dekan der theologischen Fakultät war, wurde er nie Rektor der Wittenberger Alma Mater.
Calovius war einer der Hauptvertreter der lutherischen Hochorthodoxie. Er war gegen jede Abweichung von der reinen Lehre Luthers. Für ihn war diese Lehre die einzig vertretbare Glaubensform. Er kämpfte um die Eigenständigkeit der lutherischen Kirche und lehnte die Auflösung der konfessionellen Grenzen ab. Er bekämpfte die Einigungsbestrebungen des Helmstedter Professors Georg Calixtus und seiner Anhänger mit der katholischen Kirche. Gleichzeitig wandte er sich gegen den römischen Katholizismus und alle reformierten Kirchen (Calixtiner, Sozinianer). Er vertrat sogar die Meinung, dass die theologische Fakultät der wittenbergschen Universität die allerhöchste Instanz in Gewissensfragen für das gesamte Luthertum sein sollte.
Trotz einer großen Anerkennung an den lutherisch geprägten Universitäten konnte er sich nicht immer durchsetzen. Er scheiterte z. B. im Kampf gegen Calixtus, da er keine förmliche Verurteilung seines Synkretismus seitens der lutherischen Kirche erreichen konnte. Er hatte auch die Unionsbemühungen des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm – einem reformierten Herrscher – nicht akzeptiert und mischte sich in den politisch-religiösen Streit ein. 1660 beschwerte sich Friedrich Wilhelm beim sächsischen Kurfürsten darüber, dass die Lutheraner in Wittenberg polemische Schriften gegen die Reformierten veröffentlichten. Als der sächsische Kurfürst nichts unternahm, hat der brandenburgische Kurfürst 1662 seinen Bürgern verboten, in Wittenberg Theologie und Philosophie zu studieren und rief alle brandenburgischen Studenten aus Wittenberg zurück.
Calovius veröffentlichte zahlreiche Publikationen u.a.: Systema locorum theologicorum, Scripta philosophica (wurde auf allen lutherischen Universitäten des Reiches gelesen) und Biblia illustrata Alten und Neuen Testaments. Neben dieser letzten, die für Theologen gedachten wurde, schrieb er auch eine deutschsprachige Lutherbibel, die Heilige Bibel nach Herrn D. Martini Lutheri deutscher Dolmetschung und Erklärung….
Calovius war sechs Mal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er 1637 mit Barbara, der Tochter des kurfürstlichen Rates Christoph Martini. Seine letzte Ehe ging er 1684 mit Johanna Dorothea, der Tochter des Theologen Johann Andreas Quenstedt, ein. Obwohl Calovius seit frühester Kindheit gesundheitlich angeschlagen war, überlebte er viele Epidemien und starb am 25.2.1686 in Wittenberg nach einem Schlaganfall.

 

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