Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

Historisches
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Mai 2021

Werner Richard Heymann - 125. Geburtstag


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Historische Kalenderblätter

William von Simpson - 140. Geburtstag

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April 2021



* 19. April 1881 in Nettienen; † 11. Mai 1945 in Scharbeutz

 

Der deutsche Schriftsteller William Hubertus von Simpson wurde am 19. April 1881 auf dem Rittergut Nettienen (jetzt russ. Krasnaja Gorka), westlich von Georgenburg bei Insterburg in Ostpreußen geboren. Er war der älteste Sohn von sechs Kindern des Gutsbesitzers und Pferdezüchters George von Simpson (1853 – 1899) und dessen Frau Ellen von der Groeben (1854 – 1934). Die Familie des Vaters stammte ursprünglich aus Schottland (Coupar Angus in der Grafschaft Pertshire). Als William acht Jahre alt war, verlor er seinen Vater. Zuerst besuchte er das Gymnasium in Insterburg, dann absolvierte er eine Landwirtschaftslehre in seiner Heimat. Nach der Studienzeit kam Simpson zum Militär und diente in einem Husarenregiment. Danach war er einige Zeit Kolonialoffizier in Deutsch-Südwestafrika. Nach der Rückkehr nach Deutschland kaufte Simpson das Gut Groß Lauth im ostpreußischen Kreis Preußisch Eylau, aber bereits 1913 verließ er Ostpreußen und übernahm die Stelle des Landstallmeisters des Gestüts Lopshorn im Teutoburger Wald (Lippe).
Nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 kämpfte er als Offizier, u.a. auf dem Balkan und im Vorderen Orient. Er las viel, reiste viel und begann zu schreiben. Noch während des Weltkriegs wurden zwei seiner Bücher herausgegeben. Die Erlebnisse von einem Ritt aus dem Ort Peest im Landkreis Schlawe in Pommern nach Konstantinopel fasste er in dem 1916 in Berlin erschienenen Werk »Im Sattel vom Ostseestrand bis zum Bosporus« zusammen. Ein Jahr später erschien das Buch »Tagesfragen zur deutschen Landpferdezucht« (Berlin 1917).
Am 22. Mai 1916 heiratete William in Berlin Margot von Herder, geb. von Gustedt (* 27.8.1888 – † 5.2.1953), die aus dem Ort Berßel nördlich des Harzes stammte. Sie war auch Schriftstellerin und schrieb später u.a.: »Fürst Woronzeff« (1929) und »Reiterin in Tag und Traum« (1938). Das Ehepaar hatte zwei Kinder, eines von den beiden war der spätere Romanautor Hubertus William v. Simpson (*1919).
Nach dem 1. Weltkrieg lebte Simpson fünf Jahre lang in Brasilien. Nach der Rückkehr nach Deutschland wohnte er in Berlin, Graz (Österreich) und danach seit 1934 in der Rominter Heide (Ostpreußen). Im Jahr 1935 ließ er sich in Scharbeutz an der Lübecker Bucht (Holstein) nieder, wo er in der Villa Klein Beeren bis zum Tode wohnte. Nach dem Einmarsch der englischen Truppen in Holstein setzte der 64jährige Simpson am 11. Mai 1945 in Scharbeutz seinem Leben ein Ende. Er wurde am Waldfriedhof der Gemeinde Timmendorfer Strand beigesetzt.
Die Werke William von Simpsons werden zur Unterhaltungsliteratur gezählt. An seinem Hauptwerk, dem großen Familienroman »Die Barrings« (Potsdam 1937) arbeitete er fast zwanzig Jahre lang. Zwei Jahre später kam der Folgeroman »Der Enkel der Barrings« (Potsdam 1939) auf den Markt. In diesen beiden Bänden (zusammen etwa 1 500 Seiten) wurde das Leben von mehreren Generationen einer ostpreußischen Landadelsfamilie in der wilhelminischen Zeit (ab etwa 1875 bis zum Ausbruch des Weltkrieges 1914) geschildert.
Beide Werke Simpsons, die vor allem vom Bürgertum gelesen wurden, waren ein großer Erfolg. Nach dem 2. Weltkrieg wurden diese beiden Romane in hunderttausendfacher Auflage erneut herausgegeben, und schließlich auch im Jahr 1955 von Rolf Thiele verfilmt (mit Nadja Tiller und Dieter Borsche in den Hauptrollen).
Im Jahr 1956 bekam diese Familiensaga durch den in Hamburg aufgelegten Roman »Das Erbe der Barrings« eine Fortsetzung; diesen schrieb William v. Simpsons Sohn, Hubertus William v. Simpson. Somit entstand eine Trilogie, die von Vater und Sohn verfasst wurde. Diese Fortsetzung der Barringssaga beschäftigte sich mit dem Schicksal der Familie nach dem 2. Weltkrieg, diesmal im Land Schleswig-Holstein.

 

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