Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

Historisches
Kalenderblatt

albert_dulk-1718274378.jpg

 

 

 

 

Juni 2024

Albert Dulk – 205. Geburtstag


» Zum Kalenderblatt
» Zum Archiv


 

Aktuelle Publikation

Von der "Ostbahn" bis heute

Von der

für nur 6,50 €
» Zum Museumsladen


 

Mitarbeiter


» Zu unseren Mitarbeitern


 

Kontaktinformationen



Kulturzentrum Ostpreußen
Schloßstr. 9
91792 Ellingen/Bay.

Öffnungszeiten:

Dienstag–Sonntag
10–12 und 13–17 Uhr
(April–September)


10–12 und 13–16 Uhr
(Oktober–März)

Telefon 09141 86440
Telefax 09141 864414

» Kontaktaufnahme

 

Eintrittspreise:

Regulär 3,00 Euro
Ermäßigt 2,00 Euro

 

Freier Eintritt:

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

Presse

Mitglieder Dt. Museumsbund und ostpr. Fördervereine

Inhaber bay. Ehrenamtskarte

Historische Kalenderblätter

Hans Jakob von Auerswald – 190. Todestag

hans_jakob_von_auerswald-1680255897.jpg

 

 

 

 

April 2023



Politiker,
* 25. Juli 1757 auf Gut Plauth, Landkreis Rosenberg, Westpreußen;
† 3. April 1833 in Königsberg, Ostpreußen

Hans Jakob von Auerswald, Sohn des Gutsbesitzers und holländischen Hauptmanns Hans Adolf und Henriette Eleonore, wurde 1757 auf Gut Plauth in Westpreußen geboren.
Der Name Auerswald geht auf ein altes Meißner Adelsgeschlecht zurück, dessen Erwähnung mindestens bis 1263 zurückreicht.
Bereits im Alter von 13 Jahren absolvierte Hans Jakob seinen Militärdienst, bevor er ab 1774 an die Albertus-Universität ging. Anschließend wurde er dem Infanterieregiment Graf Anhalt zugeteilt, beendete jedoch 1783 seine Militärkarriere, um fortan als landrätlicher Assistent zu arbeiten und um sich der Bewirtschaftung seines Gutes Faulen in Ostpreußen zu widmen.
Es folgten zahlreiche weitere Positionen wie die Mitgliedschaft in der Westpreußischen Landschaft (1787), Landwirtschaftsdirektor in Marienwerder, Geheimer Rat und Königlicher Kommissar (1788; Mitwirkung bei der Einrichtung des ostpreußischen Kreditwesens), Präsident der westpreußischen Kammern in Marienwerder und Bromberg (1797), Präsident der ostpreußischen und litauischen Kammer in Königsberg (1802, Beteiligung bei der Durchführung der Ständereform). 1806 erfolgte die Ernennung Auerswalds zum Wirklichen Geheimen Oberfinanz-, Kriegs- und Domänenrat sowie zum Kurator der Universität von Königsberg. Hier tat er sich besonders durch erfolgreiche Reformen in neuhumanistischem Geist hervor, förderte beide Sektionen der philosophischen Fakultät, begründete div. Institute und erneuerte das Bibliothekswesen.
1808 wurde Auerswald zum Generallandschaftspräsidenten für Ostpreußen ernannt.
In der Rolle des Geheimen Etatsrats und des Oberpräsidenten von Ost- und Westpreußen und Litauen wirkte er an den Staatsreformen durch Freiherr vom und zum Stein und des Grafen von Hardenberg mit.
1810 wurde Jakob von Auerswald Präsident von Ostpreußen und 1811 Landhofmeister des Königreichs Preußen. 1813 berief Auerswald ohne Genehmigung Friedrich Wilhelms III. den Landtag ein, der die Errichtung der Landwehr und den Beginn des Befreiungskampfes gegen Napoleon I. beschloss, was eine Emanzipation der Provinz förderte.
1814 wurde Auerswald erneut Oberpräsident von Ostpreußen, nachdem die entsprechenden Stellen wiederhergestellt worden waren. 1824 ging er in den Ruhestand und verbrachte seine Zeit auf Gut Faulen, um 1832 (ein Jahr nach dem Tod seiner Frau) nach Königsberg überzusiedeln, wo er ein Jahr später starb. Hans Jakob von Auerswald war mit Gräfin Sophie Charlotte Albertine zu Dohna-Lauck verheiratet und hatte mind. drei Söhne und eine Tochter.


Quellen:
Ostdeutsche Gedenktage 1983
https://www.deutsche-biographie.de/sfz1549.html
https://kulturstiftung.org/biographien/auerswald-hans-jakob-von-2
https://www.freimaurer-wiki.de/index.php/Hans_Jakob_von_Auerswald