Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Historische Kalenderblätter

Hilde Leest - 115. Geburtstag

 

 

 

 

Oktober 2018



 

* 22. Oktober 1903 in Königsberg   † 27. November 1970 in Berlin

 

 

Not und Leid, Vertreibung und Trennung sind einige der Themen, die Hilde Leest für ihre bildhauerischen Werke wählte. Noch heute sind Zeugnisse ihres Schaffens vor allem in Berlin zu finden, etwa „Die munteren Rochen“ auf einem Kinderspielplatz im Hansa-Viertel, eine Büste von Ernst Reuter im Rathaus Tiergarten und die Plastik „Das Gespräch“ in einer der schönsten Grünanlagen im Steglitzer Stadtpark.

Internationale Anerkennung erfuhr Hilde Leest mit ihrem eindrucksvollen Mahnmal im Jahr 1962 für die Wiedervereinigung, das sich in Berlin-Wedding an der Kreuzung der Liesenstraße und Chausseestraße befindet.

Vor 115 Jahren, am 22. Oktober 1903, wurde Hilde Leest in Königsberg geboren. Die Künstlerin entstammte einer alten Handwerkerfamilie aus Bauunternehmern, Töpfern und Baumeistern. Von Kindesbeinen an beschäftigte sie sich mit der Gestaltung urwüchsiger Materialien. Nach der Schulzeit absolvierte sie eine Ausbildung an der berühmten Keramikschule im schlesischen Bunzlau. In ihre Geburtsstadt zurückgekehrt, studierte sie anschließend an der Kunstgewerbeschule bei Professor Hermann Brachert und an der Kunstakademie bei Professor Stanislaus Cauer. Im Verlauf der Studienzeit prägte sie ihren bildhauerischen Stil und stach mit dem plastischen Modell für das Kraftwerk Friedland besonders hervor.

Mit dem großzügigen Honorar für diese Arbeit übersiedelte sie 1928 nach Berlin und erhielt eine Anstellung bei den gebürtigen Königsberger Architekten Max und Bruno Taut. Im Zuge der Ausstellung „Junge Talente“ im Berliner Kaufhaus Wertheim wurden Leests erste Keramikarbeiten öffentlich präsentiert.

Auf einer Arbeitsreise nach Großbritannien erhielt sie durch den ehemaligen Maler am Weimarer und Dessauer Bauhaus László Moholy-Nagy neue Inspirationen für ihre Arbeiten. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin beschäftigte sie sich zeitweise auch mit dem Modellbau. Viele ihrer Arbeiten wurden auf den Kunstausstellungen der Hauptstadt ausgestellt und von der Stadt Berlin angekauft. Durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg gingen viele ihrer ersten Werke für immer verloren.

Das Jahr 1945 bedeutete auch für Hilde Leest einen Neubeginn und Wiederaufbau. Aus dem Nichts schuf sich die Bildhauerin ein neues Atelier, welches sie jedoch durch die Baumaßnahmen im Hansa-Viertel aufgeben musste. Auf einem Ruinengrundstück im Grunewald richtete sie sich daraufhin ein behelfsmäßiges Heim und Atelier ein. Von der Landsmannschaft Ostpreußen wurde Hilde Leest im Jahr 1964 mit der Verleihung des Kulturpreises für ihre langjährige Arbeit geehrt.

Die Motive der Not sowie die Erfahrungen von Vertreibung und Trennung blieben bis zu ihrem Tod am 27. November 1970 die zentralen Elemente ihrer Arbeiten. Auf dem Friedhof von Marl-Lemförde wurde sie im Familiengrab neben ihrer Mutter und ihrem Bruder beigesetzt.

Durch ihre Skulpturen bleiben ihre Motive bis heute als Ecksteine der Erinnerung und Mahnung für kommende Generationen erhalten. Das Kulturzentrum Ostpreußen im Deutschordensschloß Ellingen gedenkt Leests Arbeiten darüber hinaus mit der Ausstellung der drei ausgewählten Skulpturen: Die Kauernde, Turmspringer und der Sockelstein aus Königsberg.

 

 


Verfasser: Andreas Küstner, M.A.

Abbildungen: Bildarchiv Kulturzentrum Ostpreußen

Die Rechte zur Nutzung der Abbildungen mit dem Text obliegen dem Kulturzentrum Ostpreußen.

 

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