Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Historische Kalenderblätter

Adolf Jensen – 140. Todestag

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* 12. 01. 1837 in Königsberg     23. 01. 1879 in Baden-Baden

 

 

Am 12. Januar 1837 wurde Adolf Jensen als Sohn des Königsberger Klavierlehrers und Musikpädagogen Julius Jensen geboren. Jensen entstammte einer sehr musikalischen Familie. Sein Großvater, Wilhelm Martin Jensen, war Universitätslehrer, Organist und Musikdirektor in Königsberg. Der jüngere Bruder, Gustav Jensen (1843-1895) wirkte als Geiger, Komponist und Lehrer, und zwar am Kölner Konservatorium.

Mit dem Klavierunterricht des Vaters begann die musikalische Ausbildung Jensens. Bereits mit 11 Jahren trat er als Pianist in einem Konzert in Pillau auf und gab ein erstes Liederheft, „Opus 1“ heraus. Zur Förderung seines Talents erhielt er fortan Unterricht bei bedeutenden Pianisten und Musikschriftstellern wie Louis Ehlert, Louis Kühler und dem Kapellmeister Friedrich Marpurg. Auch Franz Liszt wurde auf Jensen aufmerksam und förderte sein Talent.

Eine erste gute bezahlte Anstellung nahm er 1856 als Musiklehrer in der Familie des Gouverneurs von Brest-Litowsk an. Aus dieser Zeit stammt sein berühmtes Lied: „Lehn deine Wang an meine Wang“. 1857/58 wirkte er als Theaterkapellmeister in Posen, Bromberg und Kopenhagen und gab bis 1860 Konzerte in Skandinavien. Zwischen 1860 und 1866 verbrachte Adolf Jensen glückliche und kompositorisch schöpferische Jahre in seiner Heimatstadt Königsberg. Der als liebenswürdig und feinfühlig geschätzte Jensen war 1861/62 Dirigent der Musikalischen Akademie Königsberg und außerdem als Lehrer und Pianist, zusammen mit Anton Rubinstein und Clara Schumann, tätig. 1863 heiratete er Friederike Bornträger, die ihm durch ihr ererbtes Vermögen zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit verhalf.

Der Königsberger Zeit folgte eine Klavierlehrer-Tätigkeit in Berlin (Mitarbeit an Tausigs Schule für das höhere Klavierspiel) und Dresden. In dieser Zeit begann mit einem Halsleiden seine schwere Erkrankung. Auf ärztliche Anordnung wurden ihm Kuraufenthalte in Süddeutschland und Österreich verordnet.  Ab 1869 lebte er in den Kurorten Bad Reichenhall, Meran, Graz, Berchtesgaden und Baden-Baden, wo er am 23. Januar 1879 an einer schweren Lungenkrankheit verstarb. Trotz der Erkrankung riss der Kontakt zu den Musikern Hans von Bülow und Johannes Brahms bis zu seinem Tod nicht ab.

Seine Werke können als Erbe Robert Schumanns bezeichnet werden, doch finden sich in seinem Klaviersatz auch Anklänge an Franz Liszt und Frederic Chopin. Viele Lieder bilden Zyklen mit gemeinsamen Titeln wie „Dolorosa“ (Chamissos „Tränen“) und „Gaudeamus“ (12 Lieder von Scheffel). In die Königsberger Zeit fallen das Berlioz gewidmete Orchesterstück „Gang nach Emmaus“ und die Kantate „Jephtas Tochter“.

Auch die Form der Oper fehlt nicht in seinem Schaffen. Das einzige vollendete Werk, „Turandot“, zu dem er das Libretto selbst schrieb, wurde jedoch nie aufgeführt. Als Musiker der Romantik komponierte Jensen auch Lieder zu Volksliedertexten anderer Nationen. Einen großen Platz unter seinen Kompositionen nehmen 16 spanische Texte im „Spanischen Liederbuch“ und vier italienische Texte der Autoren Geibel und Heyse ein. Auch etwa 35 englische und schottische volksliedartige Texte wurde von Jensen vertont. Insgesamt komponierte Jensen 176 Werke, darunter auch eine Vielzahl vierhändiger Arrangements.

 

 

 


Verfasser: Andreas Küstner, M.A.

Abbildungen: Bildarchiv Kulturzentrum Ostpreußen

Die Rechte zur Nutzung der Abbildungen mit dem Text obliegen dem Kulturzentrum Ostpreußen.

 


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