Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

Historisches
Kalenderblatt

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Januar 2023

Heinrich Theodor von Schön – 250. Geburtstag


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Bismarck-Türme in Ostpreußen

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Kulturzentrum Ostpreußen
Schloßstr. 9
91792 Ellingen/Bay.

Öffnungszeiten:

Dienstag–Sonntag
10–12 und 13–17 Uhr
(April–September)


10–12 und 13–16 Uhr
(Oktober–März)

Telefon 09141 86440
Telefax 09141 864414

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Neuigkeiten

SONDERAUSSTELLUNG

Kultur verbindet - Vielfalt ukrainischer Kunst vom Sozrealismus bis zur Gegenwart

In politisch und gesellschaftlich bedrückenden Zeiten bekommt die Kultur eine besondere, völkerverbindende Bedeutung. In einer Sonderausstellung zeigt das Kulturzentrum Ostpreußen im Deutschordensschloß Ellingen daher moderne und zeitgenössische Kunst aus der Ukraine. Präsentiert werden - aus einer Privatsammlung erstmalig in Deutschland - Ölgemälde, Aquarelle, Gouachen und Pastelle der 1970er - 1990er Jahre.

Die ukrainische Kunst und Kultur haben eine sehr lange Tradition. Im 20. Jahrhundert stammten viele Künstler der Avantgarde aus der Ukraine, wie zum Beispiel Kasimir Malevič, der das bahnbrechende Bild “Das Schwarze Quadrat” gemalt hat. Präsentiert wird auch der Sozrealismus, d. h. Kunst der sowjetischen Zeit (Prof. Basanets), außerdem Kunst der 1980er und 1990er Jahre, sie spiegelt die Umbrüche von der späten UdSSR zur postsowjetischen Ära wieder.
In der Ausstellung kann man das facettenreiche Werk der Künstler der verschiedenen Generationen und Kunstrichtungen kennenlernen. Die Bilder
vom Professor der Kiever Kunstakademie Petro Basanets sind im Stil des sozialistischen Realismus gemalt. Einige zeigen Szenen der Oktoberrevolution 1917 ("Lagebesprechung", "Ukrainische Delegation besucht Lenin"). Seine Arbeiten im realistischen Stil ("Das Mädchen im Gras") beeindrucken mit der besonderen Atmosphäre - weiche Formen und Linien, strahlende Farben. Die lichtdurchfluteten Bilder von Basanets befinden sich in vielen Museen und Sammlungen weltweit. Der andere Professor der Kiewer Kunstakademie, Andrij Gajdar, verbindet in seinen dekorativen großformatigen Bildern slawische heidnische Themen ("Heiden") mit einem eleganten dekorativen Stil, inspiriert von der Wiener Secession und Gustav Klimt. Ukrainische Künstler schätzen generell die alten Traditionen ihres Landes und lassen sich von diesen inspirieren.

Die abstrakten Kompositionen von Jurij Jermolenko („Regenbogen”) und Jaroslav Prisjažnjuk („Komposition mit Kreis”) transformieren organische Formen zu dynamischen bunten Erscheinungen. Ölgemälde von Oleksandr Milovsorov enthalten präzise genaue Linien und sind in Kontrastfarben gemalt. Man spürt den eindeutigen Einfluss des Konstruktivismus.

Ein wesentlicher Teil der Ausstellung ist der Theaterkunst - Bühnenbild, Skizzen, Kostümbilder - gewidmet. Andrij Savolokin ist ein bekannter Theaterkünstler der älteren Generation. Seine Bühnenbild-Kostümskizzen sind im leichten eleganten Stil als Aquarelle oder Gouachen gemalt ("Der fliegende Holländer", "Prosperos Bücher"). Inspirationsquellen von Savolokin sind die klassische Kunst der Renaissance und des Barock. Bühnenbildskizzen von Tatjana Porochnenko  ("Judas Iskariot") sind dramatische Kompositionen auf dunklem Hintergrund mit sich bewegenden Figuren in weiten Gewändern. Die Kostümskizzen von Valentina Kuzmičeva für die Inszenierung "Gestohlenes Glück" sind meisterhafte Aquarelle mit tiefen, warmen Farben.

Die ukrainische Kunst war bis jetzt in Westeuropa kaum bekannt, obwohl einige ukrainische Künstler an internationalen Ausstellungen und Messen teilgenommen haben, auch an der Biennale in Venedig. Diese Ausstellung gibt eine gute Gelegenheit, sehr interessante Beispiele aus diesem Land kennenzulernen.





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